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Ernst Mosch Gedächtniskonzerte
Ernst Mosch ErinnerungskonzerteALTMANNSHAUSEN Voll auf ihre Kosten kamen die Anhänger des bekannten und beliebten Blasmusikers Ernst Mosch. In Altmannshausen fand anlässlich seines ersten Todestages ein Konzert statt. Das Telefon wollte bei dem ersten Vorstand der Blaskapelle Altmannshausen Hermann Meinzinger nicht still stehen. Viele Interessenten wollten noch Karten für das ”Ernst Mosch-Erinnerungskonzert” haben, Plätze gab es längst nicht mehr. Ursprünglich wollten die Veranstalter nur einen “Erinnerungs-Abend" am 20. Mai durchführen, doch die große Nachfrage “zwang” sie zum Zusatzkonzert am 21. Mai. Sogar da standen noch einige in Schlangen vor der Abendkasse, und warteten vergeblich auf Einlass, die Halle war voll besetzt. Die Blaskapelle aus Altmannshausen hatte zum ersten Todestag des weltberühmten Blasmusikers Ernst Mosch ein Erinnerungskonzert gegeben. Überwältigend war die Stimmung in der vollbesetzten Dreschhalle in Altmannshausen. Hermann Meinzinger konnte am Sonntag mit berechtigtem Stolz einen Ehrengast begrüßen: Helga Reichel, langjährige Gesangspartnerin von Ernst Mosch, war gekommen. Sie, bereicherte das Konzert mit Anekdoten und Geschichten über den Leiter und Chef der original Egerländer Musikanten, Ernst Mosch. So erzählte sie die Geschichte, wie sie während einer Tournee versehentlich die Zimmerschlüssel vertauschte und anstatt eines normalen Hotelzimmers eine riesengroße Suite, die eigentlich für Ernst Mosch reserviert war, bewohnte. Ernst Mosch habe es ihr, nachdem sie es ihm am nächsten Tag beichtete, von Herzen gegönnt. Auch erläuterte sie dem interessierten Publikum wie schwierig es war, bei Schallplattenaufnahmen zu dem bereits auf Band aufgenommenen Gesang von Mosch zu singen. “Du musst so singen, dass über dem ganzen ein Fettauge liegt", habe Mosch ihr geraten. Jedoch “wie singt denn nur ein Fettauge?" fragte sich Helga Reichel, Durch das Programm führte Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen, der seine persönlichen Erinnerungen an den großen Musiker erzahlte. In der Funktion als Fotojournalist hatte Graf Castell ihn kennen und schätzen gelernt So durfte er Ernst Mosch und die Egerländer Musikanten als Pressevertreter bis nach Amerika begleiten und über die erfolgreichen Konzerte berichten. Auch fuhr er tagelang mit dem Tournee-Bus durch Deutschland. Für seine Verdienste um die Volksmusik bekam Graf Castell 1992 von der Plattenfirma Teldec eine goldene Schallplatte verliehen. Viele Fotos hatte er von ihm gemacht, die teilweise am Abend in einer
Ausstellung zu betrachten waren. Graf Castell richtete der Blaskapelle die besten Grüße von Ellen
Mosch, der Tochter von Ernst Mosch aus, die aus terminlichen Gründen an diesem Abend nicht anwesend sein
konnte. Die Blaskapelle Altmannshausen (Bild) trug alle Stücke instrumental, also ohne Gesang, vor. Unter der Leitung von Bettina Bauer, spielten die Altmannshäuser viele bekannte Lieder aus dem reichhaltigen Repertoire der original Egerländer Musikanten. Wochenlang probten die 18 Musikerinnen und Musiker für dieses “Egerländer Konzert". So konnte man die “Löffelpolka" mit dem Schlagzeuger und Solisten an den Löffeln, Michael Romeis, hören, oder auch die, bei der Abschiedstoumee der Egerländer zum Publikumsliebling gewordene “Anna Polka" und viele andere Märsche, Polkas und Walzer mehr. Das Publikum muss wohl zu 95 Prozent nur aus echten Mosch-Fans bestanden haben, denn es sang bei den bekannten Liedern, wie “Rauschende Birken", “Egerländer-Heimatland" oder “Mondschein an der Eger" bis zum legendärem “Bis bald auf wiedersehen" lauthals mit. Dies gab dem Abend eine ganz besondere Atmosphäre und sorgte für gute Stimmung. Nach dem großen Erfolg wurde bereits die Überlegung laut, ob man nicht in absehbarer Zeit in einem anderen Ort das “Erinnerungskonzert an Ernst Mosch" wiederholen sollte. |
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